Die schönste Seite Südindiens

Varkala, Alleppey und Kochi…unsere drei Stationen im total relaxten Kerala. Nach den beiden ersten eher anstrengenden Wochen als Backpacker haben wir es in Kerala ruhig angehen lassen. Wir haben zwar auch wieder drei Stationen innerhalb einer Woche bereist, diese waren aber sehr relaxed.

Für die Fahrt von Bangalore nach Varkala haben wir uns dieses Mal für den Zug entschieden. Trotz den 17 Stunden war die Fahrt deutlich angenehmer als mit dem Bus, da die Schlafkoje recht komfortabel war und man nicht ständig durch Schlaglöcher aus dem Schlaf gerissen wurde.

Varkala Beach ist ein Strand mit einem steilen Kliff, auf dem eine Reihe von Guesthouses, Restaurants, Bars und Shops direkt am Abhang zu finden sind. In diesen kann man wunderbar in den Tag hinein leben und die Aussicht auf das Meer genießen. Und so bestanden unsere Tage in Varkala dann auch ausschließlich aus Schlafen, Lesen, Relaxen und leckerem Essen. 🙂

Nach drei Tagen Nichtstun hat es uns dann weiter Richtung Backwaters gezogen. Diese sind ein mehrere hundert Kilometer langes Netz aus Wasserstraßen und stellen die Hauptattraktion Keralas dar. Am Besten erkundet man diese mit dem Boot und so war klar, dass der Weg zu unserer nächsten Station, nach Alleepey, per Boot zurückgelegt werden musste.

Alleppey ist das Zentrum der Backwaters und wird oft auch als das Venedig Indiens bezeichnet. Höhepunkt eines Besuchs in Alleppey ist ein Cruise mit dem Houseboat durch die Backwaters und das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Dabei wird man 24 Stunden lang auf einem luxuriös ausgebauten Boot durch die Gegend geschippert. Begleitet wird man von drei Indern, einer ist für das Wohlergehen der Gäste zuständig, die anderen beiden für die Fortbewegung. Diese kann per Motor erfolgen, wir haben aber den traditionellen Weg des Stakens gewählt. Das einzige, was wir zu tun hatten, war das Genießen der Landschaft zwischen Palmen und Reisfeldern, der Ruhe und Einsamkeit und des von unserem Koch zubereiteten Essens. 🙂

Dritte Station unseres Kerala Trips war Kochi, eine Stadt, die aufgrund ihres starken portugiesischen und holländischen Einfluss eine tolle Atmosphäre vermittelt. Vor allem auf Fort Kochi kommt man sich teilweise gar nicht wie in Indien vor. Wie auch schon in Varkala war der Höhepunkt eines Tages für uns das Essen frischer Fische und Meeresfrüchte, die wir direkt vom Fischer erstanden und beim Koch unserer Wahl zubereiten ließen. Das Ganze ist zum einen sehr unterhaltsam, da jeder Fischer seine Ware als Beste anpreist und zum Anderen auch noch extrem günstig. So haben wir für ein Kilo 20cm großer Tiger Prawns gerade mal sechs Euro gezahlt, Langusten und Hummer gab es für zwei. Am letzten Abend haben wir uns etwas Kultur in Form einer traditionellen Kerala Kathakali Aufführung angeschaut. Kathakali erzählt Geschichten nur mit Hilfe von aufwendigen Kostümen, sowie präzisen Gesten und Mimiken. Für jemanden, der die vielen Bewegungen nicht interpretieren kann, wirkt die Aufführung allerdings sehr andersartig, trotzdem jedoch unterhaltsam.

Wettertechnisch war Kerala ebenfalls was Besonderes. Im Gegensatz zum Rest Indiens hat Kerala pro Jahr dreimal Monsun und der letzte ist Mitte/Ende Oktober. Dies äußerte sich in einem eher bedeckten Himmel und gegen Nachmittag/Abend teilweise recht heftigen Regenschauern. Zusammen mit den hohen Temperaturen ergibt das ein sehr schwüles Klima.

Von Kochi aus verlassen wir den Süden Indiens und fliegen nun in den Norden nach Delhi.

— Kerala (15.10.2008 – 22.10.2008)

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