Abschied aus Indien

Unsere letzte Station in Indien hieß Kolkata, die intellektuelle und kulturelle Hauptstadt Indiens. Obwohl in Darjeeling gestreikt wurde, verlief die Fahrt nach Kolkata problemlos, da glücklicherweise nur die Shops und Restaurants, nicht aber der Verkehr betroffen war. In Kolkata hatten wir leider nur zwei volle Tage, was angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten viel zu wenig Zeit war. Wir mussten daher ein straffes Touriprogramm durchziehen, um wenigsten einiges davon sehen zu können.

Erwähnenswert bei den Sehenswürdigkeiten waren vor allem die Jaini Tempel, die aus farbig glitzernden, sehr detaillierten Mosaiken bestehen (Jainismus ist neben Hinduismus und Buddhismus eine weitere in Indien beheimatete Religion). Weiterhin gab es eine Vielzahl von Gebäuden aus der Zeit, als Kolkata die Hauptstadt des britisch regierten Indiens war wie beispielsweise das Victoria Memorial oder der High Court. Viele der Sehenswürdigkeiten stehen in verwahrlosten Gärten und die Fassaden mancher Gebäude sind halb verfallen. Genau dies macht aber auch den Charme Kolkatas aus.

Verkehrstechnisch ist in Kolkata wirklich alles zu finden: von Boot, Bus, Metro, Straßenbahn über handgezogene-, Cycle- und Auto- Rikscha bis hin zum normalen Taxi. Wir sind größtenteils mit letzterem unterwegs gewesen und haben dabei einige dreiste Abzockversuche der Taxifahrer in Kolkata erlebt:

    1. Manipulierter Meter – Auf der Suche nach einem Taxi bietet uns ein Taxifahrer von sich aus die Fahrt mit dem Taxometer an (sehr sehr außergewöhnlich!). Während der Fahrt zählte der Taxometer dann allerdings erstaunlich schnell nach oben und am Ende wollte der Taxifahrer von uns 250 Rupies. Dumm nur, dass wir eine Stunde zuvor die gleiche Fahrt in umgekehrter Richtung in einem seriösen Taxi mit Meter gemacht hatten. Nach heftigem Diskutieren hat der Taxifahrer daher nicht mehr als die angemessenen 30 (!) Rupies für die Fahrt bekommen. 🙂
    2. Manipulierte Umrechnungstabelle – In Kolkata zeigt das Taxometer nicht den wirklichen Fahrpreis, sondern einen Wert pro Kilometer an, der dann über eine Tabelle in Rupies umgerechnet wird. Diese Umrechnungstabelle (aus Papier) lässt sich natürlich besonders gut fälschen. Nach einer unserer Fahrten hat uns der Taxifahrer den Taxometerwert 22 in den Fahrpreis 80 Rupies umgerechnet und konnte uns das auch mit einer wirklich echt aussehenden Umrechnungstabelle bestätigen. Aus unserer Erfahrung wussten wir aber, dass der Fahrpreise zirka dem Doppeltem des Taxometerwertes entspricht und daher ist auch dieser Taxifahrer nur mit 50 Rupies nach hause gefahren. 🙂

Nach diesem typisch indischen Abschluss geht es jetzt weiter nach Thailand: Bangkok.

— Kolkata (15.11.2008 – 17.11.2008)

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