Stadt, Land, Fluss und sogar Insel mit S…Singapur

Nach den relaxten Tagen in Thailand war es wieder mal Zeit für eine pulsierende Grosstadt. Um mehr Zeit in Indonesien verbringen zu können, haben wir beschlossen, Malaysia auf unserer Reise komplett auszulassen und von Thailand direkt nach Singapur zu fahren. Die Etappe von Ko Ngai nach Singapur wurde somit allerdings zu einem 27 Stunden Trip… über Tausend Kilometer, drei Länder, zwei Grenzen…Fähre, Minivan, Reisebus.

In Singapur angekommen fielen uns sofort zwei Dinge auf: erstens die Hitze (auch nachts sank das Thermometer nur wenig unter 30°C) und zweitens das deutlich westlichere Erscheinungsbild, geprägt durch riesige Shoppingmalls, stylische Restaurants und Fast Food Ketten. Zusätzlich gibt es noch einige singapurianische Besonderheiten wie zum Beispiel, dass verdammt Vieles unter Strafe steht (weswegen Singapur auch als „Fine City“ bekannt ist). So muss man für Spuken, Toilette nicht Spülen, Essen in der Metro, Rauchen auf öffentlichen Plätzen und Strassen bei Rot überqueren gleich mehrere hundert Euro Strafe zahlen. Auch auf die Gefahren des Rauchens generell wird in abschreckenderer Form als in Deutschland hingewiesen. Auf Zigarettenschachteln findet man nicht einfach nur den Text „Rauchen tötet“, sondern plastische Bilder von Krebs verstümmelten Körperteilen und missgebildeten Föten…zum Glück sind wir Nichtraucher! Auffällig sind auch die extrem hellhäutigen Frauen in Singapur. Dies gilt hier als Schönheitsideal, dem  wir als Europäer mit unserer Sonnenbräune von zwei Wochen Inselleben leider nicht entsprechen. Wir haben unserer Schönheit aber ein bisschen nachgeholfen und den Singapur Aufenthalt für einen Friseurbesuch genutzt. 🙂

Die Insel, auf der Singapur liegt, bestand früher größtenteils aus Dschungel. Dieser ist auch heute noch an vielen Stellen allgegenwärtig. So kann man bei einer schweißtreibenden Wanderung im Bukit Timah Nature Reserve vor allem die Flora erleben, während die früher im Dschungel lebende Tierwelt bei der äußerst realistisch gemachten Night Safari beobachtet werden kann. Weite Teile des Dschungels mussten jedoch der Städteplanung weichen, so dass Singapurs Skyline heute nicht mehr aus Mangrovenwäldern, sondern den Wolkenkratzern des Central Business Districts besteht. Landgewinnungsmaßnahmen spielen dabei eine immer bedeutendere Rolle, so dass teilweise ganze Stadtviertel aus dem Nichts entstehen, wie beispielsweise das Mammutprojekt Marina Bay. Abgerundet wurde unsere Sightseeingtour durch den Besuch der Vergnügungsinsel Sentosa, die über eine Seilbahn zu erreichen ist, sowie das sehr interessante Asian Civilisation Museum über die Geschichte Zentral-, West-, Süd-, und Südost-Asiens.

Insgesamt ist Singapur schon ein nettes, wenn auch teueres Städtchen. Falls also jemals eine Capgemini oder MHP Niederlassung hier gegründet wird, wären wir dabei. 😉 Nach so viel Großstadt gibt es jetzt erstmal wieder mehr Natur in Indonesien: wir fliegen weiter nach Java.

— Singapur (10.12.2008 – 14.12.2008)

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