Auf zu den Teufeln…

…die wir zwar nur auf Warnschildern oder Überfahren auf der Strasse gesehen haben, trotzdem hatte Tasmanien einiges zu bieten. Unsere Freude, tasmanisches Land unter den Füßen zu haben, wurde jedoch schell getrübt, da unsere (zugegebenermaßen etwas kurzfristigen) Versuche, eine Unterkunft und ein Auto in Hobart zu bekommen, anfangs kläglich scheiterten. Erst nach vielen Telefonaten hatten wir eine Unterkunft für viel Geld sicher, die Chance ein Auto zu bekommen, war aber gleich null. Hobart war aufgrund der Urlaubszeit und einiger Veranstaltungen, wie der großen Sydney – Hobart Regatta und einem Festival, komplett ausgebucht.

Nach ausgiebiger Internetrecherche haben wir es dann doch geschafft, ein Auto zu bekommen, so dass wir uns nach einem weiteren Tag in Hobart in Richtung Freycinet National Park aufmachen konnten. Unser Weg führte uns über den Mount Wellington, von dem man einen super Blick über Hobart, das tasmanische Inland und die weite Ferne des südlichen Ozeans hat. Erstaunlich ist, dass man hier nur 1.500 Kilometer vom Packeis der Antarktis entfernt ist.

Die weitere Fahrt entlang der Ostküste war geprägt durch die bizarr wirkenden Gum Trees, weite Landschaften und einsame Strände. Unser Ziel war der kleine Ort Swansea kurz vor dem Freycinet National Park, der perfekt als Ausgangspunkt für unsere Bushwalking Tour am nächsten Tag geeignet war. Unser 5-stündiger Trek führte uns durch typisch tasmanisches Bushland auf kleinen Pfaden zur Wineglass Bay und weiter zum Hazard Beach. Die Wineglass Bay zählt zu einem der schönsten Strände Australiens und hat auch uns sehr beeindruckt: blauer Himmel, weißer Sand, türkises Wasser und dazu die roten Felsen am Rande der Bucht. Die Wassertemperatur von 17 Grad lud jedoch nicht zum Baden ein…Ronald konnte das allerdings nicht von einem Sprung ins Wasser abschrecken.

Zu unserem zweiten Stopp Port Arthur sind wir über den Wielangta Forest Drive gefahren, einer unbefestigten Strasse quer durch den Wielangta Regenwald, auf dem Fahrzeug und Fahrerin ihre Offroad-Fertigkeiten unter Beweiß stellen konnten. Port Arthur liegt auf der tasmanischen Halbinsel und diente von 1830 bis 1877 als Gefangenenlager der Briten für Sträflinge aus aller Welt. Es wurde im Laufe der Zeit von den verschiedenen Kommandeuren (eigentlich den Sträflingen) zu einer richtigen Gefangenenstadt ausgebaut. Viele der damals errichteten Gebäude wurden mittlerweile jedoch durch heftige Buschbrände zerstört. Die Überreste der Stadt können heute, begleitet von interessanten Touren, besichtigt werden.

Nach Port Arthur ging es auch schon wieder zurück nach Hobart, um unseren Flieger nach Melbourne zu bekommen.

— Tasmanien (03.01.2009 – 08.01.2009)

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