Einmal Milford und zurück

Milford Sound ist ein Fjord im Fjordland National Park, der sich auf 15 Kilometer Länge von der tasmanischen See bis ins Landesinnere erstreckt. Eigentlich wollten wir auf dem Weg in den Fjordland National Park noch einen Zwischenstopp in Alexandra einlegen, um einen Teil des Otago Central Rail Trail mit dem Rad zu fahren…nach 4,5 Monaten wäre das unsere erste Radtour gewesen. 🙂 Leider hat uns hier aber seit langer Zeit mal wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir uns entschieden haben, direkt bis nach Te Anau zu fahren.

Te Anau ist der letzte Ort, um sich mit Benzin und Nahrungsmitteln einzudecken, bevor es 120 Kilometer durch unbewohnte und sensationell schöne Landschaften bis zum Milford Sound geht. Auf dem Weg dorthin kann man an diversen Lookouts halten und kürzere oder auch längere Treks unternehmen. Unser vierstündiger Trek auf den Key Summit führte anfangs durch regenwaldartigen Beech Forest und später durch alpine Sumpf- und Gerölllandschaft. Den Gipfel erreicht, hat man wirklich tolle Blicke auf die umliegenden Berge und Täler. Die Landschaft wirkt dabei wie hochalpines Gelände, obwohl man sich gerade mal 1000 Meter über dem Meeresspiegel befindet und die umliegenden Berge auch nur um die 2000 Meter hoch sind. Sieht irgendwie alles locker 1000 Meter höher aus.

Nach dem Homer Tunnel, der durch ein riesiges Gebirgsmassiv führt, geht es in Serpentinen hinab zum Milford Sound. Dort angekommen, kann man sich kaum an der Landschaft satt sehen: tiefblaues Wasser, aus dem auf beiden Seiten des Fjords bis zu 1600 Meter hohe Berge aufsteigen. Teilweise sind die Berge komplett mit Bäumen bewachsen, teilweise türmt sich auch einfach nur eine nackte Felswand aus dem Wasser auf. Schon sehr beeindruckend, wie die Landschaft hier aussieht. Ein Muss jedes Besuchers des Milford Sound ist dann wohl auch eine Milford Cruise, bei der man die Flora und Fauna des Fjords klasse erleben kann. So haben wir neben unzähligen Wasserfällen auch Seehunde gesehen, die faul am Ufer rumlagen.

Übernachtet haben wir auf einem einsamen Platz vorm Homer Tunnel. Erwähnenswert ist hierbei, dass es in dieser Nacht wirklich richtig kalt war. So ganz ohne Heizung und unter klarem Sternehimmel hat die Nacht eindeutig mit deutschen Winternächten konkurrieren können…im Radio hieß es am nächsten Tag: Tiefsttemperatur 1 Grad…brrrrr. 🙂

Was das Wetter generell betrifft, liegen die Tage so bei 15-20 Grad und wenn die Sonne da ist, was sie bisher mit einer Ausnahme jeden Tag war, kann man schon auch mal im T-Shirt rumlaufen. Aber es ist eindeutig kälter als in allen Ländern zuvor. 😦

Nach dieser wirklich beeindruckenden Landschaft ging es wieder zurück nach Te Anau und von dort weiter nach Queenstown.

— Milford Sound (12.02.2009 – 14.02.2009)

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