Adrenaline-City Queenstown

Queenstown gilt mit seinem vielfältigen Angebot an außergewöhnlichen Sportarten als die Adrenalinhauptstadt der Welt. Auf den ersten Blick ist Queenstown eine kleine idyllische Stadt, die wunderschön am Lake Wakatipu gelegen und von 2000 Meter hohen Bergen umgeben ist. Auf der Shotover Street im Stadtzentrum sieht das jedoch ganz anders aus. Ohne dass man es wirklich will, steht man nach kurzer Zeit in einem der vielen Reisebüros und bucht seine Adventure-Aktivität für den nächsten Tag. Die Auswahl ist dabei unbeschreiblich: Bungy-Jumping von der weltweit ersten kommerziellen Bungy-Brücke über dem Kawarau River, Skydiving, Jetboating, Rafting, Canyoning und zusätzlich alles in Variationen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Wenn ihr wissen wollt, für was wir uns entschieden haben, müsst ihr weiterlesen. 🙂

Queenstown bietet sich aufgrund der Lage natürlich auch super zum Wandern an. Ziel unseres ersten Treks war der Ben Lomond Sattel, der anfangs steil, später noch steiler bergauf führt und oben sensationelle Blicke auf Queenstown, den Lake Wakatipu und die umgebenden Berge eröffnet. Trotz strahlendem Sonnenschein war der Wind am Sattel so stark, dass wir uns schnell wieder auf den Rückweg gemacht haben. Nach diesem doch eher anstrengenden Trek haben wir uns und vorallem unseren müden Beinen ein bisschen Wellness gegönnt: wir haben uns für eineinhalb Stunden einen heißen Pool gemietet, in dem wir bei 40 Grad Wassertemperatur entspannen und die Berglandschaft genießen konnten.

Am nächsten Tag sind wir dann ein Stück weiter in Richtung Wanaka gefahren. Wanaka ist, was die idyllische Lage mit See und Bergen und die Adventure-Aktivitäten betrifft, vergleichbar mit Queenstown, nur etwas kleiner. Es sollte dann auch der Ort für unsere adrenalinbringende Sportart sein… Zuvor haben wir aber noch einen weiteren Trek durch das Rob Roy Valley im Mount Aspiring National Park gemacht. Spannend war dabei schon die Fahrt zum Ausgangspunkt. Auf einer löchrigen Schotterstrasse ging es, wohlgemerkt mit unserem Camper, durch Flüsse und über viel loses Geröll bis tief in ein Tal hinein. Lustig dabei war die Durchquerung einer riesigen Schafherde, die sich von uns und einem entgegenkommenden Auto eingeengt fühlte und hektisch in hohen Sprüngen zwischen unseren Autos durchgerast ist. Wir haben uns vor Lachen schier in die Hosen gemacht. 🙂 Vom Ende der Strasse ging es dann zu Fuß weiter durch das Rob Roy Valley bis zum Umkehrpunkt, von dem aus man einen klasse Ausblick auf den gegenüberliegenden Rob Roy Gletscher hat.

Der letzte Tag in der Queenstown/Wanaka Region war dann unser Tag der Wahrheit…unsere Wahl ist auf Skydiven gefallen, d.h. man stürzt sich an einen Fremden gefesselt aus großer Höhe aus einem Flugzeug. Nachdem Ronalds Vater vor kurzem erfolgreich einen Sprung aus 3000m Höhe absolviert hatte, mussten für uns also auf jeden Fall die 12.000 Fuß (rund 3700 Meter) her. 😉 Nach 15 Minuten Steigflug im Miniflugzeug hieß es dann bei 12.000 Fuß auch schon 3,2,1 und los…mit einem doppelten Salto ging es aus dem Flugzeug und dann weitere 40 Sekunden mit 200 km/h Richtung Erde. Bei 5000 Fuß zog der Fremde die Leine für den Fallschirm, welcher sich bei 3500 Fuß dann auch glücklicherweise vollständig geöffnet hat. Nach weiteren 3 Minuten achterbahnähnlichen Fallschirmflugs sind wir beide heil und mit verdammt viel Adrenalin im Blut gelandet. Und all das an einem herrlichen Tag über grandioser Landschaft – einfach der Hammer!

Von Wanaka aus geht es adrenalingeladen an die Westküste Neuseelands zum Franz Josef Gletscher.

— Queenstown & Wanaka (14.02.2009 – 17.02.2009)

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