Wieder daheim

Nach genau 180 Tagen sind wir wieder da gelandet, wo vor sechs Monaten alles begann: am Stuttgarter Flughafen. Von Rio aus ging es jedoch zuerst nach London, wo wir genügend Aufenthalt hatten, um uns mit Uli, Markus und Hannes im Hyde Park auf einen Kaffee zu treffen. Den letzten Flug unserer Reise von London nach Stuttgart erfolgreich hinter uns gebracht und vom Grenzbeamten netterweise noch einen deutschen Stempel für unsere Stempelsammlung im Pass bekommen, haben uns bei Utes Eltern Brezeln, deutsches Bier und Pudding mit Obstsalat erwartet. 🙂

Die erste Nacht im eigenen Bett war super und am ersten Tag haben wir es uns bei Utes Eltern so richtig gut gehen lassen. Leider hieß es am zweiten Tag dann aber schon, die Umzugskisten zu durchstöbern und das Wichtigste nach Stuttgart in unsere Übergangswohnung zu schaffen. Einen Tag später waren wir dann auf dem Weg zu Ronalds Eltern, um Geburtstag zu feiern, zu erzählen und Umzugskisten mit nach Stuttgart zu bringen, die in den folgenden Tagen ausgepackt werden wollten.

Nach diesen eineinhalb Wochen in Deutschland fehlte eindeutig irgendwas: natürlich Urlaub! 🙂 Bevor also nach Ostern auch das Arbeitsleben wieder beginnt, ging es über die Feiertage zusammen mit Utes Eltern zum Snowboarden nach Saas Fee (und wir hatten Glück: am dritten Tag gab’s frischen Powder!).

Das Leben hier in Deutschland hat uns also schnell wieder eingeholt und nach zwei Wochen hat man das Gefühl, man wäre nie weg gewesen. Es gibt aber ein paar Dinge an die man sich erst wieder gewöhnen muss: Die Straßen sind sauber, vergleichsweise leer und werden nur an Fußgängerampeln überquert, an denen bei rot gewartet wird. Das Wetter wirkt trotz bevorstehendem Frühling grau und kalt. Die Autos fahren auf der rechten Straßenseite, was auf unserer Reise in fünf der sechs Monate genau andersrum war. Als Autofahrer ist dabei vorallem gewöhnungsbedürftig, dass der Blinkerhebel wieder auf der linken Seite ist, was am Anfang zum mehrfachen Betätigen der Scheibenwischer führte, obwohl es gar nicht regnete. 🙂 Dafür kann man auf deutschen Autobahnen 600 Kilometer in viereinhalb Stunden zurücklegen und benötigt dafür nicht wie beispielsweise in Peru einen halben Tag.

PassNach mehr als 70.000 Kilometern und 65 Stationen in 180 Tagen, zwölf bereisten Ländern (ohne die Transitländer Malaysia und USA), vier Äquator Überquerungen, 25 Direktflügen, fünf Visa und 30 Ein-/Ausreisestempeln würden wir bei unserer Reise wenig anders machen. Wir haben die höchsten Berge der Welt, beeindruckende Vulkane, riesige Tempelanlagen und außergewöhnliche Landschaften gesehen. Haben andere Kulturen kennengelernt, Gletscher und Sanddünen bestiegen, die gefährlichsten Straßen mit dem Fahrrad bezwungen, sowie die Welt unter Wasser, auf dem Wasser und über Wasser erkundet. Trotz dieser vielen Erlebnisse bringen wir von unserer Reise unzählige Ideen für weitere Reiseziele mit, die es in den nächsten Jahren zu entdecken gilt. Die Welt ist noch groß!

Zum Abschluss möchten wir uns bei euch für das rege Interesse an unserer Reise bedanken. Während der sechs Monate besuchten weltenbummeln.com mehr als 7000 Menschen. Unsere Berichte wurden im Schnitt von 100 Leuten gelesen, wobei der am meist gelesene Bericht mit fast 350 Lesern Typisch indisch… ist.

Danke auch für die vielen E-Mails und Kommentare, über die wir uns unterwegs immer sehr gefreut haben. Der versprochene Preis für den kreativsten, beziehungsweise in diesem Fall lustigsten Kommentar geht an Stefan für den versehentlich falsch berechneten Jahreswechsel in Sydney in seinem Neujahrsgruß. 🙂

Also dann, macht’s gut!
Eure Weltenbummler
Ute & Ronald

— Stuttgart (14.04.2009)

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