Alles hat ein Ende…

…leider auch unsere Reise. Unsere letzte Station Rio de Janeiro war allerdings nochmal ein wirkliches Highlight! Den Lonely Planet durchstöbert war schnell klar, dass in unseren letzten vier Tagen in Rio keine Langeweile aufkommen würde. Es hieß, diverse Stadtviertel mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, Shoppingmöglichkeiten, Restaurants und Bars zu erkunden. Unsere Tage waren vollgepackt mit Sightseeing und die Nächte wurden mit leckerem Essen und natürlich vielen Caipis gefeiert.

Unser erstes Ziel in Rio war das Centro, Rios Geschäfts- und Finanzviertel, in dem barocke Kirchen und koloniale Gebäude neben modernen Bürogebäuden zu finden sind. Unter der Woche wimmeln die Strassen nur so von Leuten, die sich die Zeit in den vielen Cafes und Restaurants vertreiben oder hektisch durch die Strassen laufen. Mitten im Centro befindet sich Saara, ein riesiger Streetmarket, auf dem man wirklich alles kaufen kann. Lustig ist, dass in jeder Straße irgendwo an einer Laterne eine Box hängt, über die die Verkäufer die Straßen mit Musik und Werbedurchsagen beschallen. Nach unserem Rundgang durch Centro sind wir mit der Fähre nach Niteroi gefahren. Niteroi an sich hat uns weniger interessiert, weswegen wir auch direkt wieder zurück gefahren sind, die Blicke von der Fähre auf die Stadt, Zuckerhut und Christo waren aber sensationell. 🙂 Den Abend und das Nachtleben haben wir dann in Santa Teresa und Lapa verbracht, die künstlerisch und musikalisch angehauchten Stadtviertel Rios. Die Fahrt nach Santa Teresa mit der Bonde, einer historischen Straßenbahn, ist für sich alleine schon ein Erlebnis. Über das Arcos da Lapa, ein Aquädukt mit 42 Bögen und enge, kurvige Pflastersteinstrassen geht es hoch nach Santa Teresa. Neben tollen Blicken auf die Stadt hat man hier eine große Auswahl an Restaurants und eine noch größere an Bars, um am Ende des Tages die wohlverdienten Caipis zu schlürfen.

Den zweiten Tag in Rio haben wir in Urca begonnen, einem kleinen idyllischen Stadtviertel, das direkt am Fuße des Zuckerhuts gelegen ist. Leider war der Zuckerhut in Wolken gehüllt, so dass wir mit der Hoffnung auf blauen Himmel in den nächsten Tagen nur durch die Strassen geschlendert und anschließend weiter zur Copacabana gefahren sind. Einst das Aushängeschild Brasiliens sieht man heute schnell, dass die glamourösen Zeiten der Copacabana vorbei sind. Nichts desto trotz ist ein Zwischenstopp hier ein Muss eines jeden Rio Besuchers. Ein weiteres Muss in Rio ist in jedem Fall der Besuch eines Fußballspiels im Maracana Stadium, dem Tempel of Soccer Brasiliens. Zufälligerweise war am Samstagabend Gameday – und zwar nicht irgendeiner, sondern ein Lokalderby zwischen zwei Mannschaften aus Rio: Fluminense vs. Botafogo (der Verein aus „unserem“ Stadtviertel, bzw. der unseres Hostels).  Das 200.000 Fussballfans fassende Stadion war zwar nur zu einem Viertel gefüllt, die Stimmung war aber trotzdem super. Unsere Jungs aus Botafogo mussten sich dem Gegner am Ende aber leider 2:1 geschlagen geben. 🙂

Neben den schönen und schicken Stadtvierteln haben wir uns auch einige Favelas angeschaut. In diesen Armenvierteln Rios lebt rund ein Fünftel der Bevölkerung auf engstem Raum. Die Menschen hier bekommen keinerlei staatliche oder kirchliche Unterstützung und müssen nach den Regeln der Drogengangs spielen, die in Favelas statt der Polizei für „Recht und Ordnung“ sorgen. Bei unserer äußerst informativen Tour haben wir einen Einblick in das Leben in einer Favela und die Arbeit verschiedener Hilfsprojekte bekommen. Von den Favelas ging es direkt weiter in die neuen In-Viertel Rios nach Ipanema und Leblon, wo wir auf dem Flohmarkt „Hippie Fair“ noch letzte Souvenirs gekauft, dem Trubel am Strand zugeschaut und später das Nachtleben genossen haben…diesmal gab es Caipis mit Maracuja und Kiwi.

Die letzten Stunden in Rio haben wir auf dem Zuckerhut mit tollen Blicken auf Centro, Santa Teresa, Copacabana und die vielen vor Rio liegenden Inseln verbracht. Ab und zu hat sich sogar der Corcovado mit der 38m hohen Christo Statue durch die Wolken gezeigt. Leider waren die Wolkenlücken in den letzten vier Tagen aber nie so groß als dass sich ein Besuch des Christo gelohnt hätte, so dass uns der Blick von dort oben leider verwehrt blieb.

Von Rio geht es ab nach Hause…wir freuen uns auf euch und melden uns noch ein letztes Mal mit einem kleinen Fazit unserer Reise aus Stuttgart.

— Rio de Janeiro (26.03.2009 – 30.03.2009)

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