Segelturn um die Whitsundays

Der Stopp in Airlie Beach für einen Segelturn um die Whitsunday Islands ist ein Muss an der Ostküste Australiens. Um an den Startpunkt unserer Segeltour zu kommen, hieß es jedoch erstmal, die 800 Kilometer vom Cape Tribulation nach Airlie Beach mit dem Auto zurückzulegen. Klingt viel, ist aber relativ easy zu fahren wenn man bedenkt, dass es größtenteils geradeaus geht und die Strassen so ziemlich überall auf 100 km/h begrenzt sind. 🙂

In Airlie Beach angekommen durften wir am nächsten Morgen dann unsere Koje im Segelboot mit dem Namen „Iceberg“ beziehen. Wir haben uns für ein eher kleines Segelboot mit nur 6 Kojen, das heißt 12 Passagieren plus 2 Crewmitglieder entschieden, um etwas mehr Ruhe und weniger Party zu bekommen. (Tja, man ist halt auch nicht mehr der/die Jüngste. 🙂 )

Nachdem wir den Hafen von Airlie Beach hinter uns gelassen hatten, ging es dann mit tatkräftiger Unterstützung der Passagiere ans Segelsetzen. Unser erstes Ziel war eine Bucht, in der man super schnorcheln kann. Der Weg dorthin war sehr stürmisch und nass, da wir mitten durch einen Regenschauer gesegelt sind, was für uns Segelunerfahrene eher ein Abenteuer war. Unser Boot lag oft bis zu geschätzten 45 Grad im Wasser…wirklich spannend. Am Schnorchelspot angekommen ist die Sonne dann aber wieder rausgekommen, so dass wir die Unterwasserwelt in Ruhe genießen und uns anschließend an Deck in der Sonne trocknen konnten.

Das Highlight jeder Segeltour um die Whitsundays ist jedoch der Stopp am Whitehaven Beach, einem Strand wie im Paradies: türkises Wasser und feinster, absolut weißer Sand. Wir haben wirklich schon viele Strände auf unserer Reise gesehen, aber dieser hier war einfach toll. Am Ende des Strands mündet dann noch ein Fluss ins Meer, wodurch eine wunderschön weiße Sandbanklandschaft entsteht, in der die Schatten schwarzer Stachelrochen durchs Wasser scheinen…

Die Nacht haben wir in einer kleinen Bucht verbracht, die nicht zu unrecht den Namen „Turtle Bay“ trägt. Wir haben richtig viele Schildkröten vom Boot aus beobachte können, wie sie ihren Kopf zum Atmen aus dem Wasser strecken. Es war schon sehr relaxed, an Deck zu sitzen, zu essen, zu reden und den Sternenhimmel zu genießen. Ansonsten war die Nacht aber eher unruhig, weil trotz geschützter Bucht das Boot doch ganz schön schaukelte und das ans Boot schwappende Wasser lauter war als gedacht.

Ziel für den zweiten Tag war eine Sandbank, die sich mitten im Meer auftürmt. Bei Flut kann es passieren, dass der komplette Strand unter Wasser ist. Ein letztes Mal in die Stinger Suits geschlüpft und die Schnorchelausrüstung angelegt, hatten wir nochmal das Glück, eine Schildkröte zu sehen und zwar diesmal unter Wasser von Angesicht zu Angesicht. 😉

Am Nachmittag war es dann an der Zeit die Segel zu setzen, um noch vor der Dunkelheit Airlie Beach zu erreichen. Leider (oder der Spannung wegen auch zum Glück) sind wir auf der Rückfahrt wieder in einen Sturm gekommen, der das Boot nochmal in mächtig Schräglage brachte und unsere Crew ganz schön rudern ließ. 🙂

Nach diesen zwei Tagen auf See mussten wir uns erst wieder an das Festland gewöhnen. Die ersten Stunden schwankte irgendwie alles um uns herum. Unser nächstes Ziel ist wieder eine Insel, diesmal aber deutlich größer und näher am Festland. Es geht nach Fraser Island.

— Whitsunday Islands (25.01.2009 – 28.01.2009)

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