Endlich mal wieder Snow…ähh Sandboarden

Unser nächster Stopp war Huacachina, eine Oase in einer sich von Ica bis zum Pazifik erstreckenden Wüste. Die Anreise nach Huacachina war total entspannt. Im Gegensatz zu den vielen Busfahrten in Indien oder Südostasien sind die Busse hier in Peru der reinste Luxus. Abgesehen davon, dass es richtige Reisebusse sind, gibt es neben einem Onboard-Meal, das mehr oder weniger lecker ist, Toiletten und aktuelle Blockbuster bis zum Umfallen. Damit sind wir nach sechs Stunden relativ relaxed in Huacachina angekommen.

Huacachina besteht aus ein paar Restaurants und Hostels, die sich um den palmengesäumten See verteilen und von Sanddünen umgeben werden. Im Prinzip genauso wie man sich eine Oase immer vorstellt, nur etwas zivilisierter mit richtigen Häusern und geteerten Straßen. Neugierig, was sich hinter den Sanddünen auftut, sind wir am ersten Nachmittag auch gleich mal auf die Dünen hochgestiegen. Nach einem wirklich anstrengenden Aufstieg nach dem Motto „Zwei Schritte vor, ein Schritt runtergerutscht“ endlich oben angekommen, war der Ausblick sensationell. Wo man hinschaut, überall nur weitere, noch größere Sanddünen. Die vom Sonnenuntergang angestrahlten Wolken haben den Ausblick dann nur noch perfekter werden lassen. So anstrengend der Aufstieg auch gewesen ist, so lustig war dann aber der Abstieg. Mit riesigen Schritten ging es auf direktem Weg steil bergab…komplett voll mit Sand unten angekommen, war die Vorfreude auf den nächsten Tag groß.

Das Highlight eines jeden Aufenthalts in Huacachina ist eine Tour mit dem Sandbuggy, bei der auch Sandboarden ausprobiert werden kann. Die Fahrt durch die Wüste wurde dabei zu einer richtigen Achterbahnfahrt, zumal wir auch noch den abenteuerlustigsten Fahrer erwischt hatten. Es ging mit einem (gefühlten) Affentempo durch die Wüste, die steilsten Dünen rauf und oben an der Kante genauso steil wieder runter, so dass man oft das Gefühl hatte, umzukippen oder einen Überschlag zu machen. Die weiblichen Personen im Buggy hatten damit viele Chancen, Angstschreie loszulassen und den nächsten Abhang zu fürchten. 🙂 Zwischendurch hieß es immer mal wieder das Sandboard wachsen und die steilen und teilweise richtig langen Sanddünen hinunter zu fahren, was wirklich eine sehr spaßige Angelegenheit ist. Zwar hat das Sandboard keine Stahlkanten und man steht ziemlich schwammig auf dem Board, trotzdem ist es dem Snowboarden sehr ähnlich. Etwas nervig ist, dass man das Board vor jeder Abfahrt wachsen muss und dann trotzdem teilweise mitten in einer Düne stecken bleibt, weil das Wachs bereits wieder komplett vom Sand abgerieben ist. Nach dem Versuch, sich selber und seine Klamotten wieder vom Sand zu befreien, haben wir den Abend bei leckerem Essen und natürlich standesgemäß einem Pisco Sour ausklingen lassen.

Von der Wüste geht es weiter in die Pampa: unsere nächste Station ist Nazca.

— Huacachina (03.03.2009 – 05.03.2009)

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