Die trockenste Wüste der Welt

Die Grenzformalitäten zwischen Bolivien und Chile erfolgreich hinter uns gebracht, war die Oase San Pedro in der Atacama Wüste unser nächstes Ziel. Von der Jeeptour in Bolivien doch etwas fertig, haben wir den ersten Tag in San Pedro nicht viel mehr gemacht als geschlafen, gegessen, geschlafen und gegessen. 🙂 Ausgiebig ausgeruht haben wir dann in den nächsten Tagen San Pedro und Umgebung erkundet.

Erste Aktivität war eine Mountainbiketour entlang des Rio San Pedro, die uns zur Teufelsschlucht führte. Der Weg dorthin war aufgrund der Hitze und der trockenen, staubigen Luft anstrengend, doch endlich angekommen, war die serpentinenähnliche Fahrt durch den Canyon ziemlich beeindruckend. Ein immer schmaler werdender Weg führte uns bis tief in den Canyon und nach einem Aufstieg auf eine Hochebene der Atacama Wüste. Aufgrund fehlender Beschilderung und einer ziemlich ungenauen Karte haben wir uns nach einer Stunde Fahrt durch sandiges Gelände zur Umkehr entschieden. Die Vorstellung, sich mitten in der Wüste zu verirren war irgendwie nicht so toll. 🙂

Nach diesen Strapazen haben wir uns in einem der vielen kleinen Restaurants San Pedros bei einem leckeren Essen erholt, bevor es um Mitternacht zu einer Star-Gazing Tour ging. Eine halbe Stunde von San Pedro, mitten in der Wüste, befindet sich eine Anlage mit zahlreichen Teleskopen, die aufgrund der abgeschiedenen Lage super Blicke auf den Sternenhimmel zulassen. Nach einer wirklich interessanten und ziemlich unterhaltsamen Einführung in die Sternenkunde, haben wir den Himmel genauer unter die Lupe genommen. So haben wir neben Sternenhaufen, Nebeln und anderen Galaxien auch viele Sternenbilder gesehen, die es nur auf der südlichen Hemisphäre gibt (bspw. das Kreuz des Südens). Highlight war aber in jedem Fall der Blick auf Saturn, der mit seinem Kometengürtel und Monden super zu sehen war.

Ein Muss für jeden Besucher von San Pedro ist auch der Trip ins Valle de la Muerte und ins Valle de la Luna. Ersteres ist eine marsähnliche Gesteinslandschaft mit Sanddünen, durch die wir einen zweistündigen Trek unternommen haben. Vom Mars ging es anschließend direkt weiter auf den Mond, ins Valle de la Luna. Die Landschaft hier ist durch Salzablagerungen weiß „gezuckert“ und bot mit den im Hintergrund liegenden Anden bei Sonnenuntergang einen sensationellen Anblick.

In San Pedro endet unser Trip durch die Anden. Mit überdurchschnittlich vielen roten Blutkörperchen unterschreiten wir seit Cuzco erstmalig die 2500 Höhenmetermarke und fliegen nach Santiago de Chile.

— San Pedro (19.03.2009 – 23.03.2009)

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