No worries in Down Under

Nach einer kurzen Nacht im Flugzeug mit Zwischenstopp in Singapur, sind wir am Freitagmorgen mit all unserem Gepäck in Perth gelandet. Nach dem Bestellen des Frühstücks am Flughafen hatte man die typisch australischen Phrasen wieder drauf und fiel – im Gegensatz zu Thailand – als Ausländer zumindest nicht sofort auf: „Hi mate, how’s it going? No worries! Have a good day!

Für unsere Zeit in Australien hatten wir einen Camper-Van gemietet, den wir nach einem kurzen Frühstück am Flughafen auch gleich abholten. Die Übergabe und Einweisung lief problemlos, so dass wir nur noch unsere Sachen aussortierten, die wir im Gepäckraum der Autovermietung lassen wollten (mal schauen wie Ronalds Anzug nach vier Wochen in dem Kofferlager aussieht), und schon ging’s los! Zumindest zum nächsten Einkaufszentrum. Mit einer noch in Bangkok ausgearbeiteten Einkaufsliste, vor Ort ergänzt um ein paar Dinge, die wir am Camper vermissten (da konnten wir unsere Camper Erfahrung aus Deutschland voll ausspielen…), verbrachten wir den Nachmittag in der gut klimatisierten Mall. Für 400$ stopften wir unseren Camper mit allem voll, was das Herz nach einem Monat Thailand begehrt: Wurst, Käse, Brot, Wein und natürlich Nutella (wenngleich auch im Plastikglas 😦 ). – nur Reis ließen wir vorerst links liegen 😉

Im Anschluss ging es auch gleich los Richtung Norden – wir wollten schließlich keine Zeit verlieren! Wenige Kilometer hinterm Steuer stellte sich sogleich ein angenehmes Reisegefühl ein: endlich wieder selbst Autofahren – die linke Seite waren wir ja von Thailand bereits gewöhnt, endlos scheinende gerade Straßen und im Radio lief der vertraute Sender Tripple-J (zumindest bis zur Stadtgrenze von Perth). Einzig der automatische betriebene, untermotorisierte, benzinschluckende Camper mit einem cw-Wert von über 1000 stellte den Fahrer beim Überholen von Road Trains vor einige Herausforderungen… aber auch daran gewöhnt, standen den kommenden 4000 Kilometern nichts mehr im Wege. An diesem Tag war nach 50 Kilometern allerdings Schluss, da der Tag sich dem Ende neigte und auch wir merkten, dass wir der kurzen Nacht im Flugzeug Tribut zollen mussten. Daher kam uns ein günstiger Campingplatz im Yanchep National Park sehr gelegen. Nach dem Einchecken konnten wir direkt noch etliche Kängurus beim Abendmahl bewundern – Moritz und Lotta waren total begeistert, zumal sie sich auf Australien insbesondere wegen der Kängurus gefreut hatten. Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen wieder zusammen, schlenderten noch etwas durch den Park und konnten dabei sogar ein paar Koalas beobachten. Weiter ging es dann nach Lancelin, wo Moritz und Lotta beim Spielen auf den Dünen feinsten Sand an allen Stellen des Körpers verteilten und wir die Kiter auf und vorbeischwimmende Delfine im Wasser bewunderten.

Nächster Stopp am darauffolgenden Tag hieß Pinnacles Desert. Eine surreale Mondlandschaft aus Wüste und versteinerten Korallenbänken, die durch Erosien im Laufe der Jahrtausende wie riesige Stalagmiten in der Gegend rumstehen. Nachdem wir das Gelände ausgiebig zu Fuß und mit dem Camper erkundet hatten, fuhren wir weiter auf einen Rastplatz im Nirgendwo, wo wir als einziges Auto die Nacht verbrachten.

Auf unserem Weg gen Norden lag Green Head als nächstes auf unserer Route, wo wir uns (besser gesagt die Männer) das erste mal zum Schnorcheln ins Wasser trauten. Die Wassertemperatur soweit im australischen Süden ist von den 28 Grad in Thailand doch noch etwas entfernt. Dank Duschen am Strand verbrachten wir die Nacht wieder mutterseelenallein auf einem Rastplatz – diesmal sogar direkt am Meer. Den anschließenden Tag widmeten wir der Anreise nach Kalbarri. Nach einem kurzen Halt in Geraldton, um unsere Vorräte aufzufüllen und den Kindern eine Pause auf einem schönen Wasserspielplatz zu gönnen, ging es weiter vorbei an der pinkfarbenen Hutt Lagune bis nach Kalbarri – unserem nächsten größeren Stopp.

— Perth, Yanchep NP, Lancelin, Pinnachles Desert, Green Head, 03. – 07.02.2017

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